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Betriebspraktikum in Kl. 9

Seit 1994 führt das ASG für die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 9 das Betriebspraktikum mit Erfolg durch und trägt so praktisch zu einer umfassenden Information über Berufswahl und –leben bei.

Im Regelfall findet das Praktikum in der Mitte des Schuljahres, also Ende Januar statt und erstreckt sich über zwei Wochen. Dieser Termin wird bereits im vorhergehenden Schuljahr den Eltern und Schülerinnen und Schüler mitgeteilt, damit schon frühzeitig die Suche nach einem geeigneten Betrieb für das Praktikum beginnen kann.

Vorbereitend auf das Praktikum selbst führen wir bereits in der Klassenstufe 8 in unserem Programm „Zukunft konkret“ eine ProfilPASS-Beratung durch, in der vor allem eine Stärken-Analyse zur Selbstorientierung der Schülerinnen und Schüler für die Wahl einer möglichen Praktikumsstelle angeboten wird.

Darüber hinaus findet dann im ersten Halbjahr der Klassenstufe 9 ein Bewerbungstraining statt. Ein Besuch im Berufsinformationszentrum Saarlouis rundet die Vorbereitungsphase ab.

Während der zweiwöchigen Praktikumsphase erleben die Schülerinnen und Schüler unter Anleitung der Betreuer vor Ort die spezifischen Gegebenheiten des Arbeitsplatzes und des Berufsfeldes. Alle Schülerinnen und Schüler werden dabei jeweils vom Klassenlehrer oder von einem in der Klasse unterrichtenden Lehrern besucht, sodass Schule und Betrieb nicht nur in Verbindung bleiben, sondern ein Austausch an Ideen stattfindet, sowie bei möglichen Problemen Lösungen gefunden werden können. Über den Besuch im Betrieb hinaus führen die Schülerinnen und Schüler eine sogenannte Praktikumsmappe, die seit diesem Schuljahr von den Mitgliedern der Schulleitung unter Mitarbeit der Fachlehrerinnen und Fachlehrern  völlig neu konzipiert worden ist. Auf ca. 30 Seiten finden die Schülerinnen und Schüler nicht nur Informationen über das Verhalten im Praktikum, ihre Rechte und Pflichten sowie allgemeine Informationen über die Berufswelt, sondern vor allem viel Raum zur Dokumentation ihres eigenen Praktikums. Dabei unterscheiden wir zwei Teile, die jeweils dem Fach Sozialkunde und dem Fach Deutsch zugeordnet sind. In beiden Teilen sollen die Schülerinnen und Schüler ihre Erfahrungen beschreiben und reflektieren. Nach dem Praktikum werden die Dokumentationen von den entsprechenden Fachlehrern der Klasse durchgelesen, korrigiert und benotet. Die Note geht in die entsprechende Fachnote ein. Die Schülerinnen und Schüler erhalten also nicht nur ein handliches Instrument zur seriösen Dokumentation, sondern auch ein Medium für ein Feedback. So findet übergreifendes Lernen in enger Zusammenarbeit mit den Lehrern statt.

Auch die Klassenlehrer übernehmen dabei eine ganz wichtige Rolle. Sie begleiten die Schülerinnen und Schüler bei der organisatorischen Vorbereitung und Durchführung des Praktikums und koordinieren die Besuche der Fachlehrer. Darüber hinaus thematisieren sie nach Ablauf des Praktikums in einer Feedbackstunde alle Aspekte des abgelaufenen Praktikums und tragen so zusammen mit den Schülerinnen und Schülern zur Optimierung bei.

Als Abschluss wird von jedem Schüler ein Poster zusammengestellt, das die wesentlichen Aspekte und Erfahrungen seines Praktikums zusammenfasst und präsentiert. Diese Poster werden klassenweise in einer einwöchigen Ausstellung in beiden Gebäuden unserer Schule ausgestellt und so der gesamten Schulgemeinschaft zugänglich gemacht. Besonders gelungene Präsentationen werden darüber hinaus auf unserer Homepage veröffentlicht.

Unsere Schule pflegt zu den umliegenden Betrieben ein gutes Verhältnis, sodass jedes Jahr allen Schülerinnen und Schülern der Klassenstufe 9 dieser Einblick in die Berufswelt ermöglicht werden kann. Wir sind stolz darauf, ihnen Erfahrungen zu vermitteln, die sie als Bereicherung ihrer schulischen Ausbildung erleben. Für ihr Engagement soll den Betrieben an dieser Stelle ausdrücklich gedankt sein.

Fazit: Das alljährliche Berufspraktikum trägt nicht nur der allgemeinen  Tendenz zur Öffnung von Schule und zum Erkunden neuer Lehr- und Lernbereiche Rechnung, sondern bereichert die Erfahrungs- und Erlebniswelt unserer Schülerinnen und Schüler in besonderem Maße. 

Josef Klinkner

Mediation am ASG