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Francois Davin - der Künstler und sein Werk

Francois Davin stellt kaum noch Kunstwerke im Atelier her. Seit 1984 arbeitet er ganz gezielt vor Ort und schafft Werke, die für den jeweiligen Ort bestimmt sind.

Vergänglich oder dauerhaft entspricht jedes Werk Davins dem speziellen Raum, seiner Geschichte, seinen möglichen Legenden, seiner Bestimmung und, seit 1991, auch seinen Bewohnern. 

Diese lädt er ein, das Abenteuer seines Schaffens mit ihm zu teilen, seinen schöpferischen "Kunstakt", der in seinen Augen viel wichtiger ist als die fertigen Werke. Mehr und mehr bilden diese Begegnungen und die Teilnahme des Betrachters an der Kunstaktion das eigentliche Kunstwerk. 

Wenn die zeitgenössische Kunst sich manchmal bei der Suche nach neuem Publikum erschöpft, zeigen die Gemeinschaftsprojekte von Francois Davin, dass Kunst ein Zeichen der Gemeinsamkeit und sogar ein tiefes Bedürfnis innerhalb der Bevölkerung sein kann, die ansonsten wenig mit Kunst in Berührung kommt. 

1997 hat er in Dillingen an der Saar-Lor-Lux-Gemeinschaftschaftsausstellung "Rencontre" teilgenommen. Er erinnerte damals an die wehrhafte und schutzbringende Vergangenheit des alten Schlosses, indem er aus den Schießscharten Linienkegeln aus blauen Schnüren sich in die Parkbäume ausbreiten ließ und damit zusätzlich den Schießscharten eine friedliche Bestimmung übertrug. Mit einer Installation von mehreren hundert kleinen Figuren aus Ton, die sich auf einem Blätterteppich bewegten, betonte er die geistige Bedeutung der ehemaligen Schlosskapelle.  

Anlässlich der diesjährigen 50 Jahrfeier der Stadt Dillingen, stellen die 36 großen Figuen aus Weidenholz im Sinne von F.D. eine Bevölkerung dar, die das Beständige im Stadtleben symbolisiert. Die Figuren sind mit alltäglichen Dingen beschäftigt. Durch ihre großen auffallenden Dimensionen erhalten sie ihre Bedeutung als ein Stadtvolk. 

Wer kann besser als die Schüler der Dillinger Schulen, die jungen Leute der VHS-Lehrwerkstatt, die Jugend der freiwilligen Feuerwehr und des Roten Kreuzes Diefflen, die Mitarbeiterinnnen und Mitarbeiter der Stadtgärtnerei und des Bauhofes sich diesem Wirken des Künstlers anschließen und dessen gesellschaftliche Dimensionen unterstreichen?