Schüler Eltern Lehrer Mediation am ASG

Projekt: Toleranz

Das Projekt bietet eine große Bandbreite an Einzelthemen

Dieses Projekt wurde im Schuljahr 2000/2001 von der damaligen Schülersprecherin Sina Russer und Herrn Krisam ins Leben gerufen, und es ist eines unserer zentralen Anliegen es weiterzuführen, wobei wir natürlich auf tatkräftige Unterstützung unserer MitschülerInnen hoffen. 

Das Projekt bietet auf Grund seiner sehr allgemeinen Ausrichtung eine große Bandbreite an Einzelthemen, zwischen denen die TeilnehmerInnen wählen können. Zum einen geht es ganz allgemein um die Situation von Ausländern in Deutschland, um deren Rechte und Pflichten, zum anderen aber auch um ganz konkrete Themen, zum Beispiel wie sich LehrerInnen gegenüber Ausländern bzw. den ausländischen SchülerInnen an unserer Schule verhalten. 

Eine völlig andere Möglichkeit, sich mit den Themen »Ausländer«, »Vorurteile« und »Rechtsradikalismus« auseinander zu setzen, bietet die Idee von Herrn Krisam, ein Filmfestival zu veranstalten. In diesem Rahmen sollen Filme, die diese Themen behandeln, gezeigt und im Anschluss daran Diskussionsrunden eingeleitet werden. Die Filme (zum Beispiel "Hass", "American History X", oder "Lost Sons") sollen zum Teil vormittags im Dillinger Kino, z.T. nachmittags in der Schule gezeigt werden. 

Das Ziel: Vorurteile abbauen

Ziel dieses Projektes ist es natürlich, Vorurteile abzubauen, aufzuklären und dadurch vielleicht sogar auch rechtsextremer Gewalt ein Stück weit vorzubeugen. Denn meiner Meinung nach sind die Ursachen für Gewalt oder Terroranschläge, wie wir sie am 11. September in den USA erlebt haben, Vorurteile. Und ich mache mir natürlich Gedanken darüber, warum solche Vorurteile, besonders gegenüber Ausländern, entstehen. 

Derartige Einstellungen kommen doch nicht von ungefähr! Warum verbindet fast jeder, manchmal auch ich selbst, wenn über Türken gesprochen wird, mit diesen Menschen Vorstellungen wie »Machos« oder »dreckiges Pack« oder, wenn die Rede von Italienern ist, mit jenen den Begriff »Schleimer«? Liegt es vielleicht daran, dass wir viel zu wenig von einander wissen? 

Wir leben praktisch mit Muslimen Tür an Tür und kennen noch nicht einmal einen Hauch ihrer Kultur und Tradition. Andererseits muss man natürlich auch anmerken, dass manchen Ausländern auch unsere Kultur gleichgültig ist. Aber ist diese Ignoranz der richtige Weg? Eindeutig nicht! 

Wir alle – als Angehörige unterschiedlicher Kulturen - sollten versuchen, uns mehr füreinander zu interessieren, uns gegenseitig wirklich kennen zu lernen. Denn Vorurteile entstehen oft durch mangelndes Wissen, und das lässt sich doch leicht aus der Welt schaffen, oder? 

Ich wünsche mir, dass sich viele LeserInnen Gedanken über meinen Artikel machen und darüber, wie man unsere Gesellschaft in dieser Hinsicht verändern könnte! Zudem hoffe ich, dass sich noch möglichst viele SchülerInnen an dem Projekt beteiligen und dass auch die (Schüler-)Generationen nach uns noch wissen, wofür wir uns bemüht haben! 

In diesem Sinne wünsche ich dem Projekt eine erfolgreiche Zukunft! 

Janine Lumen, Anja Redenbach