Schüler Eltern Lehrer Mediation am ASG

Stadt - Menschen - Spuren 1

Die saarländische Künstlerin Magdalena Grandmontagne und der französische Künstler Francois Davin wurden von der Stadt Dillingen gebeten, ein Projekt zur Feier des 50-jährigen Bestehens der Stadt Dillingen zu entwerfen.

Grundgedanke des Projekts

Die Einheit der Stadt

Der Vorschlag der beiden Künstler umfasste eine gewisse Anzahl von Modulen, die von einem Stadtviertel zum anderen wiederzufinden waren und sich über das gesamte Stadtgebiet erstreckten, unabhängig von historischen Grenzen und ehemaligen Zugehörigkeiten zu Territorien und unabhängig von wirtschaftlichen, kulturellen und natürlichen Unterteilungen, wie es zum Beispiel die Bahnlinie, die Wasserläufe, die Waldbezirke, die Eingrenzungen des Werksgeländes oder der Friedhöfe sind.  Dieser Entwurf proklamierte also die Einheit der Stadt bezüglich ihrer Bestandteile.

Die Komplementarität der beiden Projekte

Es handelte sich sehr wohl um zwei Projekte, die zwar gleichzeitig aber auch von zwei Künstlern realisiert wurden.
Die beiden Zentralgedanken, die veranschaulicht wurden, waren jeweils die "Spuren" und der "Lauf der Geschichte". Zwei autonome Ausdrucksformen traten hier miteinander in Bezug. Das bedeutet:
Der Lauf der Geschichte hinterlässt seine Spuren, gestaltet das Stadtbild...
Die geschichtliche Entwicklung folgte oder überwandt die Spuren, die andere Generationen hinterlassen haben.
Es handelte sich also sehr wohl von Seiten der beiden Künstler, um eine Betrachtung der Beziehungen zwischen Zeit und Raum. Dies ist der eigentliche Inhalt einer solchen Jubiläumsfeier.
Andererseits ist der Bewohner dieses Ortes,-der Einwohner- im Zentrum des Projektes, indem man seine Vergangenheit in Erinnerung ruft und seine gegenwärtige Anwesenheit darstellt.

Zeitraum der Aktionen:

Die beiden Künstler bereiteten ihre Interventionen von Februar bis Juni 1999 vor. Die fertigen Werke verblieben an Ort und Stelle bis Dezember 1999, danach wurden sie abgeräumt. Einige fanden nach Absprache mit der Stadt auch Fortbestand.

Teilnahme der Schulen:

Schülerinnen und Schüler Dillingens, des Albert-Schweiter-Gymnasiums der Erweiterten Realschule, der Gesamtschule mit ihren Lehrerinnen und Lehrern beteiligten sich an diesen Werken.  

Magdalena Grandmontagne und Francois Davin

Information der Besucher:

Ein Empfangs- und Informationspunkt wurde im Rathaus eingerichtet. Dort konnte man auf Präsentationsflächen Fotos und PIäne einsehen, die die Arbeiten der Künstler illustrierten und erklärten und die Etappen der Aufbauarbeiten zeigten. Ebenso wurden Dokumentationen der fertigen Einzelwerke dieser Dillinger Kunstaktion ausgestellt.

Eine Broschüre, die bei allen öffentlichen Gebäuden und in Verwaltungsgebäuden auslag, erklärte den Inhalt dieses Projektes und gabt genaue Lagepläne der Einzelaktionen an.