Oberstufe besucht Berufsmesse

Abi - was dann? Das ist wohl die Frage, die Schüler sich spätestens in der Oberstufe stellen. Manche haben vielleicht schon genaue Vorstellungen von dem, was sie einmal werden wollen, andere noch nicht.

Um Schülern bei der Beantwortung dieser Frage ein wenig zu helfen, findet jedes Jahr in Saarbrücken eine große Informationsmesse zu genau diesem Thema „Abi-was dann?“ statt. Unterschiedliche Unternehmen, Hochschulen und Institutionen stellen sich bei dieser Messe vor und stehen den angehenden Abiturienten Rede und Antwort.

So besuchte auch in diesem Jahr die gesamte Klassenstufe 11 und 12 die Messe. Damit man sich gut zurechtfinden konnte, bekam jeder Schüler ein paar Wochen zuvor einen Messekatalog mit allen Ausstellern, Vorträgen und einem genauen Lageplan. Wer sich also vorab schon mit diesem Katalog befasst hatte und schon wusste, wo er oder sie hin wollte, hatte keine großen Probleme seine ausgewählten Stände zu finden. Ohne Vorbereitung wurde man von den zahlreichen Angeboten beinahe erschlagen und drohte den Überblick zu verlieren. Und selbst eine gute Vorbereitung war angesichts des Andrangs keine Garantie für Erfolg: "Auch wenn man bereits wusste, wo man hin wollte, war es doch schwierig, sich in dem kleinen Gebäude, zurecht zu finden, da sehr viel los war, sodass es erstens lang dauerte, bis man an seinem Stand angekommen war und zweitens man auch dort meistens längere Zeit warten musste", meint Pascal Hektor, Klasse 11. 

Doch wenn man es dann mal geschafft hatte, bekam man professionelle Hilfe von Mitarbeitern des jeweiligen Unternehmens oder Studenten der jeweiligen Hochschule, so waren zumindest meine Erfahrungen. Alle meine Fragen wurden beantwortet und ich bekam eine gute Vorstellung vom Berufsfeld und von den Unternehmen vermittelt. Auch die Ansprechpartner waren sehr offen und freundlich gegenüber uns Schülern.

Es wurden verschiedene Berufsfelder von Medien über Technik, Management und vieles mehr vorgestellt. So war für jeden Schüler etwas dabei. Zwar waren es mehr Aussteller auf technischer und naturwissenschaftlicher Seite, doch trotzdem konnte man viele unterschiedliche Berufsfelder entdecken.

Geschmälert wurde dieser positive Eindruck nur dadurch, dass ich eher erwartet hätte exotischere Berufe zu sehen, von denen ich eventuell vorher noch nie etwas gehört hatte. Von allen Unternehmen hatte man vorher meistens schon etwas gehört oder konnte sich auf Anhieb etwas darunter vorstellen. Allgemein hatte man das Gefühl, dass sich jeder Aussteller große Mühe gab, den Schülern den besten Einblick in die Berufswelt zu geben und zu helfen, wo immer sie konnten.

Die Berufsmesse ist eine hilfreiche Möglichkeit seiner endgültigen Berufswahl näher zu kommen, doch für Schüler, die noch überhaupt keine Vorstellungen haben, was sie einmal machen wollen, würde ich andere Hilfen vorschlagen, wie zum Beispiel eine persönliche Berufsberatung. Die Messe dagegen nützt eher denen, die schon wissen, was sie wollen und sich über ihre Möglichkeiten informieren wollen.

Paula Becker, Klassenstufe 11