Verdiente Kollegen verabschiedet

Manchmal ist der letzte Schultag nicht einfach nur das Startsignal für den Ferienbeginn, sondern bringt einen bedeutenden Einschnitt mit sich. Der letzte Schultag vor den Sommerferien brachte diesen Einschnitt für insgesamt sechs Kolleginnen und Kollegen mit sich.

Frau Hodurek, die dem ASG seit 2006 angehörte, verlässt das ASG und wird künftig ihren Dienst wohnortnah am Otto-Hahn-Gymnasium in Saarbrücken ableisten. Sie bereicherte das Schulleben am ASG durch zahlreiche Musikworkshops und Konzerte. Ebenso verlässt Frau Brabenetz, die seit 2009 am ASG unterrichtete, die Schule. Ihr künftiger Wirkungskreis wird – ebenfalls wohnortnah – am Gymnasium am Rotenbühl in Saarbrücken sein. Frau Brabenetz‘ künstlerische Aktivitäten, insbesondere ihre Graffiti-Workshops, werden weiterhin von ihrem Wirken am ASG zeugen.

So, wie der erste Schultag ein besonderer Tag für jeden Erstklässler ist, war der letzte Schultag 2014 der letzte offizielle Dienst-Tag für Herrn Engel, Herrn Güth, Herrn Rivinius und Herrn Folz. Alle vier Genannten treten in den Ruhestand.

Herr Rivinius gehörte dem ASG seit 1976 an. Besondere Verdienste erwarb er sich durch die Betreuung der Schach-AG am ASG. Der Schulleiter verabschiedete ihn mit den Worten: „Willst du einen Tag glücklich sein, dann betrinke dich . Willst du eine Woche lang glücklich sein, dann schlachte ein Schwein. Willst du ein Jahr lang glücklich sein, dann heirate. Willst du ein Leben lang glücklich sein, so spiele Schach.“

Herr Güth, der dem ASG seit 1978 angehörte, wird sich nach der Beendigung seines Dienstes dem Reisen widmen. Der passionierte Mathematiker und Geograph wird vielen ehemaligen Schülerinnen und Schülern durch seinen Mathematikzirkel in Erinnerung bleiben.

Mit Walter Engel verlässt eines der Urgesteine das ASG. Seit 1974 wirkte er als Referendar am ASG. Beinahe wäre sein Dienstantritt 1974 dem Kalten Krieg zum Opfer gefallen; seine Einberufung wurde jedoch durch die sogenannte „UK-Stellung“ verzögert, da er am ASG schon damals unabkömmlich war. 1976 trat er nach Ableistung seines Grundwehrdienstes wieder am ASG in den Dienst ein. In besonderer Erinnerung bleiben sowohl sein legendäres Engagement für den Basketball als auch sein persönlicher und menschlicher Einsatz für das Wohl der Schülerinnen und Schüler. „Ein Engel hält die Hand hin, wenn ein Kind stolpert“, heißt es im Volksmund, und „unser“ Herr Engel bewies Tag für Tag die Gültigkeit dieses Spruchs. 1994 übernahm er die Position des Stellvertretenden Abteilungsleiters Oberstufe, die er bis zuletzt innehatte. Sein hohes Engagement zeigte sich vor allem dann, als er seinen Dienst freiwillig (!) verlängerte, um seinen letzten Mathematik-E-Kurs auch noch zum Abitur führen zu können.

Mit dem „Goldenen Oberstufen-Kevin“, einer Auszeichnung des Kollegiums, wurde neben Walter Engel auch Paul Folz in den Ruhestand verabschiedet. Gemeinsam bewältigten die beiden in den letzten Jahren die gesamte Oberstufenverwaltung. Paul Folz trat 1975 in den Dienst am ASG, war seit 1988 mit Oberstufenangelegenheiten und der Vorbereitung des Abiturs befasst und feierte an dieser Schule gar sein 40-jähriges Dienstjubiläum (wir berichteten 2013). 2008 wurde er zum Studiendirektor ernannt. Herr Folz wird sich nach dem Eintritt in den Ruhestand seinen beiden großen Leidenschaften, dem Garten und der Hühnerzucht, intensiv widmen. Schulleiter Stefan Schmitt verabschiedet den verdienten Kollegen mit den Worten Hermann Hesses: „Im übrigen bin ich, nicht ungern, der Sklave meines Garten, wo ich samt meiner Frau fast jede freie Minute arbeite. Es macht mich sehr müd und ist etwas zuviel, aber mitten in alledem, was die Menschen heut tun, fühlen, denken und schwatzen, ist es das Klügste und Wohltuendste, was man tun kann.“

Die Schulgemeinschaft des ASG wünscht den beiden scheidenden Kolleginnen eine glückliche Hand an ihrer neuen Wirkungsstätte und den Pensionären einen wohlverdienten (Un-)Ruhestand.