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Betriebspraktikum in Klasse 9

Ansprechpartner:

StD. Klinkner
(Abteilungsleiter Didaktik)

Telefon: 06831 / 976 54 7
Telefax: 06831 / 976 88 9

Seit 1996 findet an unserer Schule in der Klassenstufe 9 ein Betriebspraktikum statt.
  • Dauer: zwei Wochen
  • Teilnahme: freiwillig
  • Praktikumsplätze: Suche in Eigeninitiative

    Ablauf:
  • Einführungsveranstaltung in der Schule
  • Einführungskurse im Berufsinformationszentrum (BIZ)
  • Suchen eines Praktikumsplatzes
  • Führen eines Berichtheftes während des Praktikums
  • Begleitende Besuche der Klassenlehrer bzw. Moderatoren in den Betrieben
  • Abschlussveranstaltung mit Präsentation der Ergebnisse
    Vor der Einführung dieses freiwilligen Betriebspraktikums wurde sowohl in der Eltern- und Schülerschaft als auch im Lehrerkollegium heftig über das Für und Wider eines solchen Praktikums an einem Gymnasium diskutiert. Mittlerweile wurde es zur selbstverständlichen Einrichtung in der Klassenstufe 9. Teilnehmerquote in den vergangenen Schuljahren nahezu 100 %.
Hier die Meinung eines Teilnehmers:

Warum nimmt ein Schüler der Klassenstufe 9 an einem Betriebspraktikum teil?

Der oft gehörte, in mehreren Konferenzen diskutierte Grund ist, dass der Schüler einen Einblick in die Berufswelt bekommen soll und sich einmal eine steife Brise harter Arbeitsluft um die Nase wehen lassen kann, bei dem einen Praktikanten mehr, bei dem anderen weniger. Jedoch möchte ich auf letzteres nicht weiter eingehen. Allerdings ist es sicherlich zu hoch gegriffen, dass man einen Einblick bekommt. Aufgrund des sehr kurzen Zeitraums (14 Tage) können höchstenfalls die Grundrisse eines Einblicks kennengelernt werden. Hier sind sicherlich noch mehrere Schwachpunkte eines solchen Praktikums zu nennen, jedoch muss jeder Praktikant eigene Erfahrungen gemacht haben, so dass dies nicht zu verallgemeinern ist. Kommt man zum Arbeitsplatz, so wird man die Umstellung vom Schul- auf das Arbeitsleben doch sehr drastisch wahrnehmen. Die längeren Arbeitszeiten, bedingt durch die geringen Pausen, sind weitaus stressiger als die "kurzen" Schulstunden. Hört man dies nun als Unbeteiligter, so denkt man, warum sich so viele Schüler zusätzliche Arbeit machen. Es ist doch freiwillig! Denkt man jedoch weiter, so fällt einem ein, dass nach Dienstschluss keine lästigen Aufgaben mehr anfallen und auf dem Bau sicherlich kein Prüfungsstress entsteht oder man auch nicht um die Versetzung in das nächste Schuljahr bangen muss. Letztendlich entscheidet jeder selbst, ob er an einem Betriebspraktikum teilnimmt oder nicht. Jedoch kann ich von mir behaupten, dass ein solches Praktikum sicherlich mehr positive als negative Seiten hat, und ich kann dem nächsten Jahrgang nur dazu raten, es einmal zu probieren.

Markus Weisgerber, 10M2

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