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Der Pädagogische Tag zu Beginn des Schuljahres 2003/2004 gab den Startschuss: Seit dieser Zeit konzentrieren wir verstärkt auf die Vermittlung und den Einsatz neuer Lehr- und Lernformen. Im Anschluss an diesen Pädagogischen Tag gründete sich im Kollegium eine Arbeitsgruppe, der z.Z. 25 Kolleginnen und Kollegen angehören. Es wurde ein Konzept entwickelt, auf dessen Basis wir an unserer Schule noch im Schuljahr 2003/2004 diese Entwicklung in Gang setzten. Begonnen wurde im Februar in allen Klassen 5 und 6. Dort wurden jeweils ein Tag lang mit den Schülern Lernformen und Lernmethoden besprochen bzw. eingeübt. Weitere Trainingstage mit anderen Themen folgten. Der pädagogische Tag zu Beginn des Schuljahres 2004/2005 stand dann im Zeichen des Kommunikationstrainings in der Klassenstufe 7. Hier wird ein 3-4-tägiges Kommunikationstraining durchgeführt. Um die Umsetzung solcher Konzepte kennenzulernen und mitzuerleben, hielten sich einige Mitglieder des Kollegiums mehrere Tage am Trifels-Gymnasium in Annweiler auf. Diese Schule verfügt bereits über mehrjährige Erfahrungen mit Lern- und Kommunikationstraining. Den Kern des pädagogischen Schulentwicklungsprogramms dieses Gymnasiums bilden neue Formen des Lehrens und Lernens mit den Eckpfeilern Methodentraining, Kommunikationstraining und Teamentwicklung in der Form von einwöchigen Basistrainingswochen, in denen der Fachunterricht zugunsten kompakter Intensivphasen aufgehoben wird. Zu den Trainingseinheiten tritt eine möglichst konsequente Pflege der Methoden und Pflege der Kommunikation im Fachunterricht hinzu. Das in den Intensivphasen geübte Methodenrepertoire und die Kommunikationskompetenz wird von den Fachlehrern möglichst aufgegriffen, wobei sie verstärkt fachspezifische Lern- und Arbeitstechniken einsetzen. Sonst besteht die Gefahr, dass die Schüler die erworbenen Fähigkeiten und Kenntnisse sehr schnell wieder vergessen. Wir standen in den ersten beiden Jahren in engem Kontakt mit Annweiler und haben von deren Erfahrungen profitiert. Mittlerweile hat unsere Arbeitgruppe so viel eigene Erfahrung gesammelt, dass eine Weiterentwicklung aus eigener Kraft möglich ist. Günstige Umstände ermöglichten es uns, die Wirksamkeit unserer Maßnahmen von außen überprüfen zu lassen. Eine Doktorandin des Pädagogischen Instituts der Universität des Saarlandes begleitete wissenschaftlich das Methodentraining in den Klassenstufen 5 und 6. Dazu wurden vor Beginn, während und im Anschluss an das Methodentraining Fragebögen an die Eltern verteilt, in denen sie das Lernverhalten ihrer Kinder beurteilen sollen. Die Mitarbeit der Eltern war sehr positiv. Die Auswertung der Rückmeldungen zeigte sehr deutlich, dass wir mit unseren Methoden richtig liegen, d. h. dass Verbesserungen im Lernverhalten der Schüler eintraten. Wir bedanken uns für das Verständnis bei den Eltern, dass wir für dieses Basistraining Unterrichtszeit "opfern" müssen. Die Erfahrung zeigt, dass diese Zeit gut investiert ist und später zu Zeitersparnis führen kann, wenn im Fachunterricht Methodenkenntnisse bei den Schülern vorausgesetzt werden können. Berichte über die Erfahrungen mit den Trainingseinheiten finden sich auch in unserem Schulmagazin "Le cahier". |
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