ASG

Albert-Schweitzer-Gymnasium

Gegen das Vergessen: Alle Neuntklässler des ASG besuchen die Gedenkstätte Natzweiler-Struthof

Zwei Exkursionen in Kooperation mit der aej saar – bewegende und lehrreiche Begegnung mit der Geschichte des Nationalsozialismus

Im Rahmen ihres Bildungsauftrags zur Demokratiepädagogik und Erinnerungskultur hat das Albert-Schweitzer-Gymnasium Dillingen (ASG) in diesem Schuljahr alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 zur ehemaligen Konzentrationslager-Stätte und heutigen Gedenkstätte Natzweiler-Struthof im Elsass geführt. In zwei Exkursionen nahmen sämtliche neunte Klassen des ASG an dem außerschulischen Lernort teil – organisiert in enger Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Jugend im Saarland (aej saar).

Natzweiler-Struthof war das einzige Konzentrationslager auf dem Gebiet des heutigen Frankreichs. Mehr als 52.000 Menschen aus ganz Europa wurden dort inhaftiert, tausende kamen durch die unmenschlichen Haftbedingungen, Zwangsarbeit, medizinische Experimente und Erschießungen ums Leben. Die Gedenkstätte ist heute ein zentraler Ort des Gedenkens und der historisch-politischen Bildung.

Die Führungen wurden von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der aej saar geleitet, die die Jugendlichen fachkundig und einfühlsam durch das historische Gelände begleiteten. Trotz der sommerlichen Hitze, die den Schülerinnen und Schülern einiges abverlangte, erlebten die Gruppen einen tief bewegenden und nachhaltigen Lerntag. Die Jugendlichen zeigten sich sichtlich berührt und beeindruckt von der Stätte und den Schicksalen, die dort verhandelt werden.

Für die Schule ist die Exkursion ein fester Bestandteil der demokratischen Bildung: „Gedenkstättenbesuche sind unersetzlich – sie machen Geschichte greifbar und vermitteln eine Haltung, die kein Schulbuch allein erreichen kann“, so die begleitenden Lehrkräfte Alexandra Riotte, Vaneessa Spanier, Michael Scherer und Tobias Sicks unisono. Die Kooperation mit der aej saar ermöglichte dabei eine pädagogisch fundierte Aufbereitung, die an das Alter und den Wissensstand der Neuntklässler angepasst war.

Das Albert-Schweitzer-Gymnasium setzt damit ein deutliches Zeichen: Erinnerungskultur ist keine bloße Pflichterfüllung, sondern gelebte Demokratiepädagogik – gerade in einer Zeit, in der Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit wieder erstarken.


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